Italien - Land & Leute
(italienisch Italia) ist eine Republik in Europa, die zum grössten Teil auf einer vom Mittelmeer umschlossenen Halbinsel liegt. Italiens Hauptstadt ist Rom. Angrenzende Staaten sind Frankreich (488 km), die Schweiz (734,2 km), Österreich (430 km), Slowenien (232 km), sowie Kroatien (über eine Seegrenze), die Enklaven San Marino (39 km) und die Vatikanstadt (in Rom, 3 km). Zu Italien gehören die Mittelmeer-Inseln Sizilien, Sardinien und Elba.
Italien ist unter anderem bekannt für seine Küche, Mode- und Designerartikel, Bekleidungsindustrie, Architektur, Autos, Fussball, Forschung, Kunst, Filme, Musik und Touristenziele. Das Gebiet des heutigen Italiens war in der Antike die Kernregion des Römischen Reiches mit Rom als Hauptstadt des Imperiums. Ausserdem war die heute italienische Toskana das Kernland der Renaissance. Seit dem Risorgimento besteht der moderne italienische Staat.
Fakten und Zahlen
Amtssprache: Italienisch
Hauptstadt: Rom
Staatsform: Republik
Staatsoberhaupt: Staatspräsident Giorgio Napolitano
Regierungschef: Ministerpräsident Romano Prodi
Fläche: 301.336 km²
Einwohnerzahl: 58.883.958 (31.07.2006) [2]
Bevölkerungsdichte: 195 Einwohner pro km²
Währung: Euro
Nationalhymne: Fratelli d'Italia
Nationalfeiertag: 25. April, 2. Juni
Zeitzone: UTC+1
Kfz-Kennzeichen: I
Internet-TLD: .it
Telefonvorwahl: +39
Geografie
Italien liegt auf der Apennin-Halbinsel, welche an die Form eines Stiefels erinnert. Diese Halbinsel wird von dem Apennin-Gebirgszug in der Längsachse durchzogen. Im Norden gehört ein Teil der Alpen zu Italien. Entlang der Westküste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung Süden u. a. die Italienische Riviera in Ligurien, die Etruskische Riviera in der Toskana sowie der Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest im Norden bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Strasse von Otranto) als die Italienische Adriaküste bezeichnet.
Die längsten Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber. Zu den grössten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno in Mittelitalien.
Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane: der Ätna und der Stromboli (und weitere kleinere um Sizilien herum).
Neben der Hauptstadt Rom sind die bedeutendsten Städte Mailand, Neapel, Genua, Turin, Venedig, Bologna, Florenz, Bari, Catania und Palermo.
Höchster Gipfel Italiens ist der Mont Blanc de Courmayeur mit 4.748 m, ein Nebengipfel des Mont Blanc. Das höchste Bergmassiv, das vollständig auf italienischem Boden steht, ist der Gran Paradiso mit 4.061 m in den Grajischen Alpen.
Bevölkerung
Italien hat eine Einwohnerzahl von 58,9 Millionen Einwohnern und rangiert in der Weltrangliste auf Platz 22, innerhalb der Europäischen Union liegt das Land auf dem 4. Rang hinter Deutschland, Frankreich und Grossbritannien.
Stadt- und Landbevölkerung
Rund 67 % der Einwohner Italiens, vornehmlich im Norden, leben in Städten. Vor allem von 1950 bis 1960 herrschte eine starke Abwanderung aus den unterentwickelten Landregionen in die Städte (Landflucht). Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Trend zu Gunsten der Vororte und Kleinstädte umgekehrt.
Grösste Städte
(Einwohner 31. Dezember 2004)
1. Rom - 2.843.758
2. Mailand - 1.299.439
3. Neapel - 995.171
4. Turin - 902.255
5. Palermo - 679.426
6. Genua - 605.084
7. Bologna - 374.425
8. Florenz - 368.059
9. Bari - 328.458
10. Catania - 305.773
Religion
Mit 80,2 % Katholiken und 16,2 % Konfessionslosen ist Italien ein katholisch geprägtes Land. Nur 3,6 % der Einwohner gehören anderen Religionen an, darunter 231.226 Zeugen Jehovas und 35.000 Juden sowie Protestanten (s. Waldenser) und Muslime (geschätzt 1 Mio.; s. Islam in Italien). Die Katholische Kirche in Italien ist traditionell einflussreich in Italien, was sich in einer hohen Zahl an Priestern (25.823) und Kardinälen (38) widerspiegelt
Sprachen
Neben der Amtssprache Italienisch gibt es noch die regionalen Amtssprachen Deutsch und Ladinisch in Südtirol, Französisch (Aostatal) sowie Slowenisch in der Provinz Triest.
Darüber hinaus stehen weitere Minderheitensprachen unter besonderem Schutz (durch die Verfassung und ein präzisierendes Gesetz aus dem Jahr 1999):
* Albanisch (siehe Arbëresh), verteilt im gesamten Mezzogiorno
* Franko-Provenzalisch, die eigentliche Volksspraches des Aostatals sowie einiger Täler im Piemont mit kleinen Sprachinseln in Apulien
* Furlan, die Sprache des Friaul
* Griechisch (siehe Griko) in Apulien und Sizilien
* Katalanisch - in Alghero auf Sardinien
* Moliseslawisch im Molise
* Okzitanisch in einigen Alpentälern des Piemont
* Sardisch, die Sprache Sardiniens
* Sizilianisch auf Sizilien
* Zimbrisch in mehreren Sprachinseln in Norditalien
Zum Teil streben die jeweiligen Gemeinschaften einen Ausbau ihrer Sprache zur Amtssprache an.