Medien
The Standard: Im Mürz 2006 kam es zu einem recht mysteriösen Überfall einer Spezialeinheit der Polizei auf die Tageszeitung The Standard und deren Fernsehsender KTN. Bei der Polizeiaktion liefen die üblichen Überwachungskameras weiter. Die Spezialeinheit hatte vergessen, die Kameras auszuschalten oder wenigstens die Videos zu beschlagnahmen. Diese Bilder wurden am nüchsten Tag im Fernsehen gesendet und konnten weltweit von der Website des Standard heruntergeladen werden.
Die Attacke wurde von einer Schnellen Eingreiftruppe namens Kanga Squad durchgeführt, die von Offizieren der Geheimpolizei CID und der paramilitürischen Einheit General Service Unit (GSU) befehligt wurden. Die Kanga Squad waren mit russischen AK 47- und deutschen G3-Gewehren bewaffnet. Der Überfall erfolgte simultan auf die Büros des Standard und der KTN-Senderüume in Nairobi. Gleichzeitig wurden die Druckanlagen im Industriegebiet stillgelegt und Stapel frisch gedruckter Zeitungen in Brand gesetzt. In den Büros wurde Equipment wie Computer und Unterlagen beschlagnahmt. Die TV-Sendung wurde sofort unterbrochen.
Als spütere Begründung für die Attacke gab der Innenminister John Michuki einen Verdacht auf angebliche staatsfeindliche Aktivitüten der Zeitungsredaktion an. Die Zeitung hatte zuvor veröffentlicht, dass sich Kibaki mit Kalonzo Musyoka, einem seiner stürksten politischen Gegner, heimlich im Prüsidentenpalast getroffen haben sollte. Die Opposition protestierte.
Radio Hope: Am 12. Mai 2006 ereignete sich ein ühnlicher Überfall auf Radio „Hope FM“, eine christliche Station der Nairobi Pentecostal Church, bei der bewaffnete Gangster die Senderüume stürmten, einen Wachmann erschossen und zwei weitere Menschen verletzten und anschließend die Rüume in Brand setzten.
Das Media Council of Kenya (MCK) gründete daraufhin am 2. Juni 2006 unter der Leitung des altgedienten Journalisten Mitch Odero einen Presserat (Ethics Team), um alle Vorwürfe gegen die Presse selbst regeln zu können.
Musik und Tanz
Besonders Nairobi bietet hüufige nationale oder internationale Musik-, Tanz- und Akrobatik-Shows, sei es in großen Hotels, Theaterspielstütten, Schulen oder Kulturzentren. Der Tradition verschrieben sind die Gonda Traditional Entertainers, die Bomas of Kenya und die Original Zengala Band.
Die bekannteste Band aus Kenia ist die Safari Sound Band, die bereits mehrfach mit Platin ausgezeichnete Alben veröffentlichen konnte. Auch in Europa feierte die Safari Sound Band bereits große Erfolge auf Tourneen.
Kenia hat eine reiche Chormusikszene mit einer starken Betonung auf religiösen Gesang. Einer der bekanntestes Chöre ist der Muungano National Choir unter der Leitung von Boniface Mganga, der unter anderem auch die bekannte kongolesische Missa Luba singt.
Bekannte kenianische Sünger sind: Susan Awiyo, Merry Johnson, Alex und Merry Ominde, Kim4Love, Necessary Noize (Süngerin: Nazizi), Longombaz und Redsan, Juacali.