Notrufdienste
In Österreich existieren für jeden Notrufdienst grösstenteils separate Leitzentralen. Notrufnummern können von jeder Telefonzelle kostenlos gewählt werden. Die Notrufnummern gelten österreichweit und lauten für die Feuerwehr „122“, für die Polizei „133“ und für den Rettungsdienst „144“. Zudem gibt es noch weitere Notrufnummern, die ebenfalls kostenlos gewählt werden können, wie beispielsweise der Euronotruf „112“.
Feuerwehr
Das österreichische Feuerwehrsystem basiert fast vollständig auf Freiwilligen Feuerwehren. Nur in den sechs grössten Städten wird der Brandschutz von Berufsfeuerwehren wahrgenommen. Der Brandschutz fällt in die Kompetenz der einzelnen Bundesländer, während der Katastrophenschutz Kompetenz des Bundes ist, er wird aber neben dem Bundesheer über den Katastrophenhilfsdienst ebenfalls von den Feuerwehren wahrgenommen.
Polizei
Österreichweit wurde 2005 die für ländliche Gebiete zuständige Bundesgendarmerie mit den in den Städten vorhandenen Bundessicherheitswachekorps und den Kriminalbeamtenkorps zum neuen Wachkörper Bundespolizei zusammengelegt. Ziel dieser Massnahme war, Zweigleisigkeiten in der Organisation zu beseitigen und die Effizienz zu erhöhen.
Rettung
Bei Unfällen mit Verletzten wird in Österreich die Rettung informiert. Vor allem in den ländlichen Gebieten übernimmt das Österreichische Rote Kreuz den Rettungsdienst. Daneben unterhalten andere Hilfsorganisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hospitaldienst Austria und das Grüne Kreuz Rettungswachen. In Wien teilen sich die städtische Wiener Rettung und die Hilfsorganisationen die Aufgabe, in Sankt Pölten wird die Notfallseinsatzbereitschaft wöchentlich abwechselnd an den Arbeiter-Samariter-Bund und das Österreichische Rote Kreuz zugeteilt. Niederösterreich unterhält für die Koordination von Rettungseinsätzen die LEBIG (Leitstellen - Entwicklungs, Betriebs- und Integrations Ges.m.b.H.), welche die Rufnummer "144" terminiert und den Auftrag je nach verfügbaren Ressourcen an eine Rettungswache oder direkt an ein verfügbares Einsatzfahrzeug vergibt. In Vorarlberg ist dafür die RFL (Rettungs- und Feuerwehr Leitstelle) zuständig, welche über die Nummer "122" und "144" erreicht werden kann und sowohl Rettungs- als auch Feuerwehreinsätze koordiniert. Rettungshubschrauber spielen eine sehr wichtige Rolle im österreichischen Rettungsdienst. Das Land dürfte über die grösste Dichte an Rettungshubschraubern weltweit verfügen. Flächendeckend stellt der Christophorus Flugrettungsverein des ÖAMTC 16 Hubschrauber, daneben sind vor allem in den Tourismus-Regionen mehrere private Anbieter tätig.
Wetterdienst
Wetterstationen befinden sich übers ganze Land verteilt, in grösseren Städten und in allen Landeshauptstädten. Die nationale Einrichtung für meteorologische und geophysikalische Dienste ist die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit mehreren Zweigstellen in den Bundesländern. Die aktuellen Wetterdaten und Wetterentwicklungen lassen sich, auf Internetseiten gesammelt, für viele Orte abrufen und ausserdem über Radio und Fernsehen verfolgen. In Zukunft soll ausserdem ein zuverlässiger Unwetterwarndienst im Internet angeboten werden. Zusätzlich gibt es noch die Flugwetterdienste oder spezielle Systeme, wie das Blitzortungssystem ALDIS, die auch mit der ZAMG zusammenarbeiten und Daten austauschen.
Zusätzlich zu den Wetterdiensten gibt es in den meisten Bundesländern bedingt durch die alpinen Lagen Lawinenwarndienste, die Informationen der meist örtlich eingerichteten Lawinenkommissionen weitergeben.
Ein weiterer Dienst, der in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist der Hochwasserwarndienst, der vor bevorstehenden Hochwasserereignissen die betroffene Bevölkerung warnt. Er ist bei den jeweiligen Landesregierungen angesiedelt.
Medien
Die öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt Österreichs ist der österreichische Rundfunk ORF mit den Kanälen ORF 1 und ORF 2 sowie TW1 und ORF SPORT PLUS, welche sich eine Sendefrequenz teilen. Die wichtigsten Privatsender sind ATV, GoTV, Puls TV mit seinen Programmfenstern bei ProSieben, Sat.1 und kabel eins und das kostenpflichtige Premiere Austria.
Der ORF betreibt drei österreichweit ausgesendete Radiokanäle: Den Kultur- und Informationskanal Ö1, den Musiksender Ö3 sowie den alternativen Radiosender FM4. Die wichtigsten und beliebtesten, privaten Radiosender sind KroneHit, Radio Energy in Wien sowie die österreichweite Antenne-Radiokette.
Der Verlag Mediaprint, entstanden aus einer Fusion im Jahr 2001, gibt die beliebteste Tageszeitung Österreichs, die Kronen Zeitung, die beliebten Printmedien NEWS und Profil sowie den Kurier heraus und ist somit die mächtigste Vertriebsgesellschaft des Landes. Weitere Tageszeitungen sind beispielsweise Der Standard, Die Presse, Salzburger Nachrichten sowie die jeweiligen regionalen Ausgaben der Kleinen Zeitung. Auch die neue Tageszeitung Österreich, nach dem Vorbild der USA Today, findet immer mehr Leser.
Kommunikation
Trotz der schwierigen topografischen Bedingungen besitzt Österreich ein gut ausgebautes Telekommunikationsnetz. Es besteht praktisch eine restlose Netzabdeckung im gesamten Bundesgebiet von Festnetz- und Mobiltelefonie. Dienste wie UMTS funktionieren derzeit nur in Ballungsgebieten werden aber ständig ausgebaut. Zu den grössten Anbietern zählen die Telekom Austria, Mobilkom Austria, Drei, One, T-Mobile und Tele2.
Die überraschend lückenlose Netzabdeckung in Österreich begründet sich zum Teil darin, dass das Land für Mobilfunkanbieter ideale Voraussetzungen für Technologie- und Marktstudien bietet. Neue Technologien im Bereich Mobilfunk und Datenübertragung werden oftmals initial in Österreich eingeführt. Die Resonanz der Bevölkerung gilt als Massstab für den Erfolg der Technologie in anderen Ländern, in welchen ein derartiger „Feldversuch“ weitaus grössere finanzielle Belastung erzeugen würde.
Highspeedinternet ist fast überall in Österreich möglich. Der grösste österreichweite Netzbetreiber ist die Telekom Austria, gefolgt von Tele2UTA und UPC. Regionale Datennetze existieren in Ballungsgebieten und häufig auch in Gemeinden oder grösseren Gebietsverbänden.
Feiertage
Neujahr: 1. Jänner
Heilige Drei Könige: 6. Jänner
Karfreitag: beweglich (Ostersonntag - 2d)
Ostermontag: beweglich (Ostersonntag + 1d)
Staatsfeiertag (Tag der Arbeit): 1. Mai
Florian (seit 2004): 4. Mai
Christi Himmelfahrt: beweglich (Ostersonntag + 39d)
Pfingstmontag: beweglich (Ostersonntag + 50d)
Fronleichnam: beweglich (Ostersonntag + 60d)
Mariä Himmelfahrt: 15. August
Rupert: 24. September
Tag der Volksabstimmung: 10. Oktober
Nationalfeiertag: 26. Oktober
Allerheiligen: 1. November
Martin: 11. November
Leopold: 15. November
Mariä Empfängnis: 8. Dezember
Christtag: 25. Dezember
Stefanitag: 26. Dezember
Silvester (ab 12:00 Uhr): 31. Dezember