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Zahlen und Fakten

Amtssprache Spanisch (Kastilisch)
(regional Katalanisch, Galicisch, Baskisch und Aranesisch)
Hauptstadt: Madrid
Staatsform: Parlamentarische Erbmonarchie
Staatsoberhaupt: König Juan Carlos I.
Regierungschef: Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero
Fläche: 504.646 km²
Einwohnerzahl: 44.708.964 (Stand: 01/01/06)
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner pro km²
Währung: Euro
Nationalhymne: Marcha Real
Zeitzone: UTC+1 (Kanarische Inseln UTC)
Kfz-Kennzeichen: E
Internet-TLD: .es
Telefonvorwahl: +34

Faszination Erde : Spanien

Lage

Foto: Landschaftsfoto Spanien befindet sich, ebenso wie Portugal (im Westen) und das zum Vereinigten Königreich gehörende Gibraltar (im Süden), auf der iberischen Halbinsel, zwischen 36° und 43,5° nördlicher Breite und 9° westlicher bis 3° östlicher Länge (ohne Balearen, Kanaren, Ceuta und Melilla). Spanien nimmt sechs Siebtel der Iberischen Halbinsel ein. Im Nordosten, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen, grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Ausserdem gehören die Inselgruppen der Balearen, im Mittelmeer gelegen, und der Kanaren, im Atlantik, sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum Staatsgebiet. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Ausserdem gehören Spanien die vor der marokkanischen Küste gelegenen Inseln Islas Chafarinas, Peñón de Vélez de la Gomera, Alhucemas, Alborán, Perejil sowie die Islas Columbretes,
Die Städte Ceuta und Melilla liegen in Nordafrika und grenzen an das Mittelmeer sowie Marokko. Der nördlichste Punkt Spaniens ist die Estaca de Vares, der westlichste das Kap Toriñana, beide in Galicien, der südlichste die Punta Marroquí bei Tarifa, der östlichste das Cap de Creus. Die grösste Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 856 km und von Osten nach Westen 1.020 km.
Der grösste (und einzige Gletscher-) See Spaniens ist der Lago de Sanabria mit einer Ausdehnung von 368 Hektar und einer grössten Tiefe von 55 m.


Geologie

Der höchste Berg auf spanischem Staatsgebiet ist mit 3718 m Höhe der Pico del Teide auf der Insel Teneriffa, die zu den Kanarischen Inseln gehört. Der höchste Berg auf dem Festland ist mit 3482 m Höhe der Mulhacén, der in Andalusien in der Sierra Nevada in der Provinz Granada liegt.
Die Nordküste Spaniens verläuft fast in gerader Linie und bildet nur zwischen Gijón und Avilés sowie zwischen Ribadeo und A Coruña (spanisch La Coruña) bedeutendere Vorsprünge nach Norden. Gegenüber den übrigen Küsten des Landes zeichnen sich diese Küstenabschnitte durch Schroffheit und schlechte Zugänglichkeit aus.
Ursächlich hierfür ist, dass hier die Gebirge fast überall dicht ans Meer heranrücken. Zugänglich sind diese Küstenabschnitte nur an den Mündungen der Flüsse und der tief in das Land einschneidenden Meeresarme (Rías), die insbesondere an der Küste von Galicien häufig auftreten. Auch die Westküste Spaniens trägt im Ganzen diesen Charakter; doch ist sie viel zugänglicher als der Norden, da hier die Gebirge nur in den Kaps bis an das Meer herantreten und sich im Hintergrund der Rias gewöhnlich Ebenen befinden.
Charakteristisch für die Süd- und Ostküste sind dagegen eine Anzahl weiter, flacher Meerbusen und dazwischen befindliche, in felsige Vorgebirge endende Landvorsprünge. Diese Abschnitte sind zugänglicher als die Nord- und Westküste. Die wichtigsten Buchten der Südküste sind von Westen nach Osten die Golfe von Cádiz, Málaga und Almería sowie die Bucht von Cartagena, an der Ostküste die Bahía von Alicante und der Golf von Valencia. Die grössten Flüsse Spaniens sind der Duero, der Tajo und der Ebro.


Sprachen

In Spanien wird überwiegend Spanisch, Katalanisch und Galicisch, sowie das Baskische gesprochen. Die spanische Sprache ist im gesamten Staatsgebiet Amtssprache, während die anderen drei nur in den entsprechenden Autonomen Gemeinschaften diesen Status geniessen.
Ferner wird in der Autonomen Gemeinschaft Valencia eine Variation des Katalanischen, Valencianisch, und auf den Balearen eine weitere lokale Variante des Katalanischen, das Mallorquinische, gesprochen. Daneben existieren einige Minderheitensprachen, welche von einer geringen Anzahl von Menschen gesprochen werden. Zu diesen zählt Asturisch-Leonesisch, Aragonesisch und Aranesisch. In Melilla spricht die masirische Minderheit zudem Tamazight, in Olivenza (Extremadura) wird noch teilweise Portugiesisch gesprochen.
Während der Urlaubssaison arbeiten in den Tourismusregionen auch Saisonarbeiter aus Deutschland und Polen, vielfach auch Südamerikaner. In einigen Tourismusregionen wie der Costa Blanca oder der Costa del Sol sind vergleichsweise viele Deutsche und Engländer dauerhaft ansässig.
Als Fremdsprachen werden meist Englisch und Französisch gesprochen. Jüngere Spanier sprechen als Fremdsprache zumeist Englisch, Ältere eher Französisch. In der breiten Bevölkerungsmasse sind anwendbare Fremdsprachenkenntnisse aber nach wie vor nicht die Regel. In von Touristen gerne besuchten Gebieten am Mittelmeer, den Balearen und auf den Kanarischen Inseln ist zum Teil Deutsch gebräuchlich.
In Katalonien wird an den Schulen und Universitäten grösstenteils auf Katalanisch gelehrt; Spanisch darf dort jedoch von allen Studenten in Unterricht und Klausuren benutzt werden.


Religionen und Weltanschauungen

Zwar gehören 92 % der Bevölkerung (Stand 2000) offiziell der römisch-katholischen Kirche an, jedoch schwindet die Anzahl derer, die aktiv am religiösen Leben teilnehmen.[1] Im Rahmen einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstitutes Centro de Investigaciones Sociológicas im Jahr 2002 gaben hingegen nur 80 % der Befragten an, Katholiken zu sein. 12 % bezeichneten sich als nicht religiös. Finanziert wird die katholische Kirche vom spanischen Staat auf Grundlage eines Vertrages zwischen diesem und dem Heiligen Stuhl. Da in Spanien die katholische Kirche nicht aus direkt entrichteten Steuern der Gläubigen finanziert wird, bringt ein offizieller Kirchenaustritt keine finanziellen Vorteile. In Spanien liegt der wichtige Wallfahrtsort Santiago de Compostela.
Eine grössere Minderheit von 12 % der Bevölkerung bezeichnet sich laut genannter Untersuchung als nicht religiös, doch ist diese Zahl heftig bestritten worden und kann für genaue Anschauungen nicht genutzt werden.
Die Muslime machen 0,5 %, die Protestanten 0,3 % der Bevölkerung aus. Juden, Angehörige anderer Konfessionen und Konfessionslose stellen 7,2 % der Bevölkerung.


Grösste Städte

Städte mit über 100.000 Einwohnern, mit Einwohnerzahl. (Stand: 1. Januar 2005)
* Liste der Städte in Spanien
* 1.Madrid – 3.155.359
* 2.Barcelona – 1.593.075
* 3.Valencia – 796.549
* 4.Sevilla – 704.154
* 5.Zaragoza – 647.373
* 6.Málaga – 558.287
* 7.Murcia – 409.810
* 8.Las Palmas de Gran Canaria – 378.628
* 9.Palma de Mallorca – 375.773
* 10.Bilbao (bask. Bilbo) – 353.173
* 11.Valladolid – 321.713
* 12.Córdoba – 319.692
* 13.Alicante – 319.380
* 14.Vigo – 293.725
* 15.Gijón – 273.931
* 16.L'Hospitalet de Llobregat – 252.884
* 17.La Coruña – 243.349
* 18.Granada – 236.982
* 19.Vitoria (bask. Gasteiz) – 226.490
* 20.Santa Cruz de Tenerife – 221.567


Währung

Die Währung in Spanien ist seit dem 1. Januar 1999 der Euro, der, wie in allen Ländern der Eurozone, ab 2002 die Peseten auch als offizielles Zahlungsmittel ersetzte. Der Wechselkurs zur vorigen Währung, pesetas (PTS), betrug: 1 € = 166,386 PTS bzw. 1 PTS = 0,6010 €-Cent. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren Gütern, die nicht allzu häufig gekauft werden, wie Autos oder Wohnungen. Als grosszügig abkürzende Grössenordnung werden hierbei gerne Millionen PTS, Million Pesetas verwendet: so kostet z. B. eine Wohnung in der Umgangssprache 25 Mio. PTS oder ein Auto 2 Mio. PTS. 1.000.000 PTS entsprechen 6.010,13 €, also rund 6000 €.
500 Peseten entsprechen ziemlich genau 3 Euro (3,0051). Daher kann mit Dividieren durch 500 und anschliessendem Multiplizieren mit 3 recht einfach von Peseten auf Euro umgerechnet werden. Umgekehrt können Euro durch Dividieren mit 3 und anschliessendem Multiplizieren mit 500 einfach auf Peseten umgerechnet werden.



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