Feiertage
Viele thailändische und buddhistische Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und fallen somit von Jahr zu Jahr auf ein jeweils anderes Datum. Die Banken sind an diesen Tagen immer geschlossen. Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, so ist der erste Wochentag danach arbeitsfrei.
* 1. Januar - Neujahr (ein offizieller Feiertag)
* Neumondtag im Januar/Februar - Chinesisches Neujahrsfest (nicht offizieller Feiertag)
* Vollmondtag im Februar/März - Magha Puja (Gedenken an Buddha-Predigt)
* 6. April - Chakri-Tag (Gedenktag an den Inthronisationstag König Phra Phuttayodfa Chulalok (Rama I.), offizieller Feiertag)
* 13. April bis 15. April - Thai-Neujahrsfest (Songkran, Wasserfest, offizielle Feiertage)
* 1. Mai - Tag der Arbeit (offizieller Feiertag)
* 5. Mai - Krönungstag König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) (offizieller Feiertag)
* Vollmondtag im Mai/Juni - Visakha Puja (Gedenken an die Geburt, die Erleuchtung und den Tod Buddhas, buddhistischer Feiertag)
* Vollmondtag im Juli - Asalha Puja (Gedenken an die erste Predigt Buddhas) und am Folgetag Khao Pansa (Beginn der Regenzeitklausur der Mönche, beides buddhistische Feiertage)
* 12. August - Geburtstag von Königin Sirikit - Muttertag (offizieller Feiertag)
* Neumondtag im Oktober Kathin-Zeremonie (buddhistischer Feiertag)
* 23. Oktober - Chulalongkorn-Tag - Todestag König Chulalongkorn (Rama V.) (offizieller Feiertag)
* Vollmondtag im Oktober Ok Phansa Tag (Das Ende der Fastenzeit, buddhistischer Feiertag)
* Vollmondtag im November - Loi Krathong (Lichterfest, kein gesetzlicher Feiertag)
* 5. Dezember - Geburtstag von König Bhumibol Adulyadej (Rama IX., 1927), seit 1946 König von Thailand (Nationalfeiertag und als Vatertag offizieller Feiertag im gesamten Land)
* 10. Dezember - Verfassungstag (offizieller Feiertag)
* 31. Dezember - Silvester (offizieller Feiertag)
Thailändische Küche
Die Thailändische Küche ist eine Mischung aus asiatischen, indischen und europäischen Einflüssen, die im Laufe der Jahrhunderte zu einer Landesküche verschmolzen sind. Die Varianten thailändischer Speisen reichen von sehr scharf bis mild.
Menü
Reiswirtschaft in Thailand
Ein thailändisches Menü besteht typischerweise aus einer Suppe, einem „Curry“-Gericht oder alternativ einem scharf gewürzten Salat und einer Sauce mit Fisch und Gemüse (als Dip). Alle Speisen werden zusammen serviert, so dass bei der Zusammenstellung zwischen scharfen und milden Komponenten auf ein ausgeglichenes Verhältnis geachtet wird. Sehr häufig wird auch Rohkost gereicht.
Grundlage der meisten Gerichte ist eine zu Beginn des Kochens in einem kleinen Mörser zubereitete Gewürzmischung aus Knoblauch, kleinen roten oder grünen Chillischoten und verschiedenen Kräutern. Die so zubereitete Paste kommt zunächst mit etwas Öl in den über einer offenen Flamme stehenden Wok. Anschliessend werden die weiteren Zutaten wie Fleisch, Fisch, Nudeln, Gemüse usw. nacheinander hinzugefügt und geschmort.
Zum Essen wird meist stilles Wasser getrunken. In ländlichen Gegenden stammt das Trinkwasser traditionell noch oft aus Tonfässern, die von Tankwagen aufgefüllt werden. Nicht abgekochtes Leitungswasser ist in Thailand nicht zum Trinken geeignet.
Tischsitten
Ursprünglich wurde thailändisches Essen mit den Fingern gegessen, was in manchen Regionen bei einigen Gerichten noch heute der Fall ist. Anfang des 19. Jahrhunderts führte König Mongkut, angeregt durch seine vielen Auslandsaufenthalte, bei Hofe die Sitte ein, mit Löffel und Gabel zu essen. Dies wurde schnell in den Restaurants von Bangkok en vogue, und es dauerte nicht lange, bis es im ganzen Land Brauch war, Löffel und Gabel zu benutzen. Die Gabel wird verwendet, um das bereits vom Koch in mundgerechte Stücke zerkleinerte Essen portionsweise auf den Löffel zu schieben. Für die meisten Thais gilt es als ungehobelt, die Gabel in den Mund zu führen; ausgenommen davon sind nur kleine Obstgabeln.
Essstäbchen werden nur zum Essen chinesischer Nudel-Gerichte oder Reissuppen chinesischer Art benutzt und gehören somit nicht zur eigentlichen thailändischen Küche. Nudelsuppen werden mit dem Löffel in der linken Hand, um die Suppe aufzulöffeln, und den Ess-Stäbchen in der rechten für die Nudeln, Fleisch und Gemüse gegessen.
Suppen und andere Gerichte werden in Thailand im allgemeinen, ausser in Touristenrestaurants, nicht portionsweise je Gast serviert. Es werden grosse Schalen oder Schüsseln in der Mitte platziert, aus denen sich alle Esser bedienen. Es gilt als ungehobelt, die Servierschale in die Hand zu nehmen, um sich davon zu bedienen. Es ist auch nicht den Tischsitten entsprechend, danach zu fragen, ob eine entfernt stehende Servierschale herübergereicht werden kann. Ist die Schüssel zu weit entfernt, reicht man seinen Teller dem Tischnachbarn mit der Bitte, ihn zu füllen. Im allgemeinen sind Thailänder aber so aufmerksam, dass sie den Teller eines Gastes nicht leer werden lassen.
Traditionell wird auf dem Boden sitzend gegessen (ausser in Gaststätten und in höheren sozialen Schichten). Geräuschbildung wird bei Tisch weitgehend vermieden, sowohl was Schmatzen betrifft, wie auch Geräusche durch Besteck und Geschirr.